Ruine Sperberseck

Ruine Sperberseck

 

Im hinteren Donntal bei Gutenberg liegt oberhalb des Tales, knapp unterhalb des Albtraufs recht abgeschieden die Ruine der Burg Sperberseck. Sie liegt auf einem nach Norden vorstoßenden, nach drei Seiten steil abfallenden Bergsporn. Gut, allerdings steil, zu erreichen ist sie vom Wanderweg Donntal.
Die Burg Sperberseck wurde bereits um das Jahr 1090 gegründet. Berthold von Sulmetingen-Böhringen-Sperberseck, ließ die Höhenburg oberhalb des Donntales damals bauen und wählte als Burgnamen – wie es im Lenninger Tal zu dieser Zeit wohl üblich war – einen Vogel, den Sperber. Anfang des 1500. Jahrhunderts wurde die Burg als Wohnsitz aufgegeben und um 1515 im Bauernkrieg zerstört. Die nächsten Jahrhunderte zerfiel die Ruine immer weiter, bis sie im Jahr 1978 durch die Forstdirektion Stuttgart und das Staatliche Forstamt Kirchheim gesichert und so vor dem endgültigen Verfall gerettet wurde. Von der einstigen Burganlage sind heute noch die Schildmauer, geringe Rest vom Wall mit Graben, Steine einzelner Mauerfundamente und das ca. 300 m südöstlich liegende „Burgbrünnele“ erhalten. Das Gelände der Burgruine Sperberseck befindet sich heute innerhalb der Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Insofern wird sich der Wald um die Burgruine zunehmend in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wieder zum Urwald entwickeln. Der Zugang zur Burgruine ist jedoch sichergestellt. Unterhalb der Burgruine Sperberseck am Hang liegt die „Mondmilchhöhle“. Von der namensgebenden „Mondmilch“ ist dort nur noch wenig zu bewundern. Diese weislichen Kalkablagerungen sind sehr empfindliche Calcitkristalle, die man deshalb nicht berühren sollte. Der Pfad dorthin gehört zu den Wegen, die vom Regierungspräsidium Tübingen in der Allgemeinverfügung zu den Wegen in den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb nicht mehr zugelassen wurde.

 

 

Posted on: 19. Juli 2017Andi

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