Burg Teck

Burg Teck

Das Tor zum Lenninger Tal

 

 

Unbekannt ist die Burg Teck gewiss nicht, aber seit Jahren ein Besuchermagnet aus nah und fern. Majästätisch steht sie auf dem Teckberg, der sich abfallend bis zum Sattelbogen nach Lenningen zieht. Etwas unterhalb der Teck befinden sich drei Vulkanschlote, Hörnle Hohenbol und Bölle. Die Teck, die von weitem schon zu sehen ist befindet sich oberhalb dem Städtchen Owen/Teck.

 

Die Geschichte der Teck

Es wird vermutet, daß der Name Teck aus dem keltischen Wort “tec” (schön) oder einem Felsvorsprung “die Eck” entstanden ist.

Der Teckberg muß zur Keltenzeit eine wichtige Rolle gespielt haben. Östlich vom Gelben Felsen der auf Dem Teckberg liegt  wurden Grabhügel entdeckt. Ein Hinweis für eine frühe Besiedlung des Teckbergs. Weite Ausgrabungen wie in Bissingen/Teck deuten ebenfalls darauf hin.

Erbaut wurde die Teck vermutlich von den Herzögen von Zähringen um 1135-1150 die sich später Herzöge von Teck nannten.Erste urkundliche Erwähnungen der Burg Teck (Castrum Thecche vermutlich vordeutsch) 1152. Anhand der heute noch vorhandenen Mauern ist das genaue Datum der Erbauung der Burg nicht mehr nachvollziebar. Sicher aber ist, dass die Burg im Mittelalter bedeutend größer war als die heutige Anlage. 1299 wurde die Burg unter zwei Linien aufgeteilt. Das Haus Teck verarmte frühzeitig. Bereits 1303 wurden Burg und Herrenhof andie Harbsburger verkauft, die andere Teil ging 1359 erstmal als Pfand an die Grafen von Württemberger. Auch der verkaufte Teil an Österreich ging schon im Jahre 1315 als Pfand und 1326 als Eigentum an die Württemberger. Ab 1381 gehörte die Teck komplett den Württemberger und liesen sie ausbauen und verstärken. Die Herzöge von Teck starben 1439 aus. Das Wappen und der Titel wurden 1495 bei der Erhebung zum Herzogtum dem Haus Württemberg verliehen. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg komplett zerstört. Unter Herzog Karl Alexander von Württemberg sollte die Burgruine zu einer modernen Festung ausgebaut werden. Die Arbeiten begannen 1736, endeten aber schon 1737 mit dem Tod des Herzogs. Seit 1738 wurden die unvollendeten Neubauten teilweise wieder abgetragen. Fortan blieb die Teck eine Ruine. Der Glanz des alten Namens Teck blieb jedoch bestehen.

Teck um 1900

Im 19. Jahrhundert ging Herzog Alexander ein Neffe vom König Friedrich I. eine Ehe mit einer nicht ebenbürtigen Gräfin ein. Der 1837 geborene Sohn Franz wurde von der Thronfolge ausgeschlossen und erhielt als Ausgleich den Rang eines Fürsten und ab 1871 den Titel Herzog von Teck. Als Sohn einer morganatischen Ehe, ohne Thronfolgerechte, hatte Franz wenig Einkommen im Vergleich zu anderen europäischen Prinzen. Damit hatte er schlechte Heiratsaussichten. Am 12. Juni 1866 heiratete er schließlich die Prinzessin Mary Adelaide von Großbritannien, Irland und Hannover. Die 30 jährige Prinzessin Mary Adelaide hatte ebenfalls kaum ein eigenes Einkommen und war keine Schönheit. Um zu verhindern, dass sie als alte Jungfer endet, machte der Prince of Wales (später Edward VII.) den Vorschlag die Ehe mit Franz von Teck. Aus dieser Ehe entstand die Tochter Prinzessin Victoria Mary, die später den König Georg V. von Großbritannien und Irland, Kaiser von Indien heiratete. Der Titel “von Teck” ging dann endgültig an das Englische Königshaus. Die heutige  Queen Elisabeth II. ist die Urenkelin von Victoria Mary.

 

Königin Viktorias Tod 1901 beendete die seit 1714 währende Herrschaft des Hauses Hannover auf dem britischen Thron. Mit ihrem Sohn König Eduard VII. bestieg diesen ein Angehöriger des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha den Thron. Wegen des innenpolitischen Drucks während des Ersten Weltkrieges und aufgrund der deutschen Abstammung wurde der Titel “von Sachsen-Coburg und Gotha” in “Windsor” geändert. Daraufhin wurde auch  die Teck verpflichtet, ihnen dies nachzutun. Aus Teck wurde Cambridge. George von Teck, später George von Cambridge war der letzte männliche Nachkomme der Teck. Er starb 1981. Mit Mary IIona Margaret Whitley “Lady Mary Whitley” starb 1999 von Teck endgültig.

Heutige Nutzung

Im Jahre 1889 wurde auf den Fundamenten des Bergfrieds ein Aussichtsturm mit angebauter Schutzhütte errichtet und am 1. September 1889 eingeweiht. Mit den Jahren wurde Anlage immer mehr erwitert. 1933 wurde Veranstalltungsraum Mörikehalle genannt neben dem Turm gebaut. 1954/1955 wurde die Mörikehalle zu einem Wanderheim mit Gaststätte und Schlafräumen ausgebaut. Seit 1941 verwaltet der Schwäbische Albverein die Burg Teck. Seit 1955 hat die Burg ihre heutige Ansicht. Am 9. November 1999 wurde die Umgebung der Burg zum Naturschutzgebiet Teck erklärt. Ein Besuch auf der Burg Teck lohnt sich immer schon alleine wegen der super Aussicht.

Wer heute den Aufstieg über verschiedene Routen wagt, wird mit einem fantastischen Rundblick belohnt. Die Gasträume und der Innenhof laden zu einer Rast ein. Wer eine mehrtägige Wanderung plant ist auf der Teck ebenfalls richtig. Das Wanderheim des Schwäbischen Albvereins bietet verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten.

Ausgangspunkte für Wanderungen befinden sich in Owen, direkt unterhalb der Burg ist ein Parkplatz, sowie am Wanderpark Hörnle. Hier sind auch Grillstellen vorhanden.

 

 

Posted on: 29. Juli 2017Andi

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