Der Teckberg – das Wahrzeichen des Albvorlandes

Der Teckberg – das Wahrzeichen des Albvorlandes

 

Naherholungsgebiet und Naturparadies in einem

Der Teckberg, viel besuchtes Naherholungsgebiet südlich von Kirchheim unter Teck, erhebt sich als langgezogener, schmaler Bergrücken zungenartig vor dem eigentlichen Albkörper. Der gesamte Teckberg steht seit 9. November 1999 unter Naturschutz. Die Vielfalt der Biotope hat einen hohen Artenreichtum zu Folge.

 

Nahezu drei Kilometer springt der Teckberg (775 Meter über NN) nach Norden aus der Schwäbischen Alb hervor. Ein Sattel (610 Meter) trennt ihn vom steil ansteigenden Albtrauf beim Rauber und der Diepoldsburg nahezu ab. Den Westhang flankiert die weite Talmündung der Lenninger Lauter. Der Berg überragt das Vorland um fast 400 Meter und ist von weither gut sichtbar. Begehbar von allen Seiten, befahrbar von Owen/Teck her, beginnt der Teckberg von unten her bei 400 Meter Höhe mit einem eher sanften Anstieg durch Obstbaumwiesen und Hecken zu den offenen Heiden an den Parkplätzen Hohenbol, Hörnle und Bölle auf ca. 600 Meter Höhe. Danach folgt der bewaldete eigentliche Steilanstieg bis zur Burg oder bis zum Gelben Fels (771 Meter über NN).

Die Hangoberkante des Teckbergs wird gebildet durch den Gelben Fels, ein Schwammriff des Jurameers aus hellem Kalk. Der Teckberg ist von zahreichen Zeugen des Vulkanismus umgeben. Wie Pflöcke stecken die Basaltschlote von Hörnle, Bölle und Hohenbol mit ihren Tuffröhren im Braunjurasockel des Teckberges und haben diesen dadurch vor der Abtragung bewahrt. Das harte Eruptivgestein wurde am Hohenbol und am Bölle bis 1933 abgebaut und vorort als Straßenschotter weiter verwendet.

Im Teckberg stecken noch zwei weitere Schlote. Der zum Sattelbogen abfallende südöstliche Bergsporn enthält einen kleinen Schlot von etwa 200 Meter Durchmesser, der wegen seiner Wasserundurchlässigkeit das fließende Wasser daran hindert, den Teckberg von der Alb abzuschnüren. Gut sichtbar ist auch der Vulkantuff an der Raubersteige hinauf zum Engelhof, wo am Steilhang ein Schlot von fast 500 Meter Durchmesser angeschnitten ist.

Der Teckberg muß zur Keltenzeit eine wichtige Rolle gespielt haben. Östlich vom Gelben Felsen der auf Dem Teckberg liegt wurden Grabhügel entdeckt. Ein Hinweis für eine frühe Besiedlung des Teckbergs. Weite Ausgrabungen wie in Bissingen/Teck deuten ebenfalls darauf hin.

Die bekannteste Höhle des Teckbergs ist das Sibyllenloch, direkt unterhalb der Burg. Sie geht über den betretbaren Teil weit hinaus und steht mit dem vergitterten Höhleneingang auf der Ostseite des Teckfelsens in Verbindung. Zahlreiche Spalten führen nach oben, möglicherweise auch in den Burghof. Direkt gegenüber vom Sibyllenloch liegt die 22 m lange Sibyllen-Gegenhöhle. Bei Ausgrabungen im Sibyllenloch wurden 1898/99 über 2000 Skelettreste von Höhlenbär, Höhlenlöwe, Höhlenhyäne und Wildpferd gefunden.

Posted on: 18. September 2017Andi

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