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Die drei Brüder vom Wielandstein

Die drei Brüder vom Wielandstein

Mündliche Erzählungen aus Lenningen

Die Sybille von der Teck hatte drei Söhne, die ihr eigenes Schloss bauten, Schloss Wielandstein. Der Frieden hielt nicht lange und die Brüder zankten und streiteten sich. Mit der Zeit war die Feindschaft so groß, dass sie das Wasser nicht mehr aus einer Quelle tranken. Der eine holte sein Wasser an der Torfgrube, der andere vom Rinnbuckel und der letzte von der Lauter. Einer der Brüder hatte eine Magd die für ihn das Wasser holen mußte. Als Begleitung bekam die Magd immer einen Wolf mit. Mit der Zeit bauten sich zwei Brüder weiter Schlösser, der eine auf dem Teckberg und der andere der schlimmste von allen die Diepoldsburg. Der schlimmst von dreien raubte und plünderte was er nur konnte, selbst seine Mutter und seine Brüder raubte er aus. Deshalb hatte er den Namen Rauber, bis heute hat die Diepoldsburg den Namen- Ruine Rauber. Noch heute sagt man im Lenninger Tal wenn sich Brüder streiten, “die sind wie die drei vom Schlössle”.

Zwei Brüder hätten rechts und links vom Wielandstein zwei Schlösser gebaut, von denen noch Spuren sein sollen. An dem einen, das mit seinen steilen Felsen wie ein Turm ins Tobeltal ragt, will das Volk noch eine in Stein gehauene Kegelbahn erkennen. Bei dem auf der anderen Seite gelegenen sieht man einen Gartenplatz, in welchem vor einigen Jahrzehnten noch drei uralte Birnbäume gestanden haben sollen. So erzählt man in Oberlenningen.

 

Mündliche Erzählungen aus Owen/Teck (Owen=Auwen)

Die zwei Nebenschlösser  bei Wielandstein seien nur Burgställe des Hauptschlosses Wielandstein . Zwei Brüder hätten sich vielmehr auf dem Rauber bzw. Diepoldstein und auf der Teck ihre Burgen gebaut.

 

Mündliche Erzählungen aus Beuren

In Beuren erzählt man sich, dass die Brüder vom Wielandstein die Schlösser Teck, Neuffen und Urach bewohnt haben und  durch ein Sprachrohr miteinander reden konnten.

 

 

Die drei Brüder vom Wielandstein

von Gustav Schwab ca. 1823

Auf Wielandstein im luft’tgen Saal
an einem Tisch, beim gleichen Mahl
Da sitzen jung fein,
Aus Einem Becher trinken sie,
Und lächeln stets und zürnen nie,
Drei holde Knaben klein.

Der Wind stoßt an das hohe Haus,
Der Regen strömet mit Gebraus,
Kein Menschentritt erschallt;
Doch freundlich ist es Tag und Nacht,
Im hohen Schloß, wo Liebe lacht,
Wo Kinderunschuld wallt.

Im tiefen Dorf der Bauersmann
Hält seine wilden Knaben an,
Und auf das Schloß er zeigt:
„Ei, wollt ihr nicht so fromm und fein,
Wie droben die drei Brüder sein?”
Alsbald sein Haufe schweigt.

Es sind der Schlösser worden drei,
Sie schauen von dem Berge frei,
Von Steinen fest gebaut.
Doch innen ist es nicht mehr schön:
Man sah die Treue ferne gehn,
Es wich die Liebe traut.

Ein Bruder wohnt in jedem Haus,
Er lädt den andern nicht zum Schmaus,
Er grüßet nicht sein Schloß:
Steigt Jeder in ein andres Thal,
Sucht Jeder andern Sonnenstrahl,
Tränkt anderswo sein Roß

Und Nachts bis um den Hahnenschrei
Verlarvte Männer fechten drei
Am Kreuzweg in dem Wald;
Der Bauer ruft den Kindern klein:
„Ei wollt ihr fromm und friedlich sein?
Horcht, horcht, wie Unfried schallt!”

 

 

Schwab, Gustav: Die Schwäbische Alb : mit besonderer Berücksichtigung der Neckarseite ; Wegweiser und Reisebeschreibung ; [neue Ausgabe] / von Gustav Schwab. Mit Zusätzen von E. Paulus. — 2. Aufl. Stuttgart : Bonz, 1878. — 347 S.

 

Posted on: 21. Januar 2018Andi

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