Autor: Andi

Die Lenninger Perlenkette

Die Lenninger Perlenkette am Albsteig (HW1) entlang des Albtraufs führt durch Vulkanlandschaft, Streuobstwiesen bis auf die Albhochfläche. An der der Strecke befinden 24 interessante Punkte wie Aussichtsfelsen, Ruinen, Höhlen und vieles mehr. Von den Aussichtspunkten hat man eine gigantische Sicht.

 

Lenninger Perlenkette

 

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Albsteig (HW1) – immer wieder an der spektakulären Albtraufkante

 

von Donauwörth nach Tuttlingen
der älteste Hauptwanderweg
eine Herausforderung für Wanderer
Qualitätswanderweg
gehört zu den Top Trails of Germany

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Albtrauf

Traumbalkon im Süden

einmalig in Europa

garantiert unvergessliche Erlebnisse

Erlebnisregion

 

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Die Erdwichtelein vom Hohenneuffen

Die zerklüfteten Felsen des Hohenneuffen, auf denen jetzt die großartigsten Ruinen der schwäbischen Alb stehen und die in grauer Vorzeit eine mächtige Volksburg trugen, dienten einst den Erdwichtelein als Wohnung. Das waren ganz kleine Leute, nur etwa eine halbe Elle lang: die Männlein hatten gelbe Hosen und rote Strümpfe an und einen langen Bart. Der Sage nach sollen sie einstens über die Menschen geherrscht haben und von ihnen abgöttisch verehrt worden sein: denn sie kannten die Kräfte der Wurzeln und Kräuter genau und taten den Menschen viel Gutes. Während des Sommers bis zum Spätherbst kamen sie aus ihren Klüften hervor zu den Leuten im Felde und halfen bei der Arbeit. Am liebsten aber arbeiteten sie für die Menschen bei Nacht, wenn es niemand sah. Es durfte zur Erntezeit nur jemand anfangen, abends ein Kornfeld zu schneiden und die Sichel liegen lassen, so war es am andern Morgen gewiß ganz abgeschnitten. Ein Bauer, der einmal spät auf die Wiese zum Heumähen ging, sah, wie drei Männlein die Sensen genommen hatten und wetterlich darauf losmähten. Als sie ihn aber erblickten, liefen sie davon. Nachts kamen sie oder auch ihre Weiblein in die letzten Häuser, die vor der Stadt Neuffen liegen, und taten alle Arbeit für die Menschen. Man durfte ihnen aber nichts dafür geben; auch sah man sie sehr selten. Alte Leute haben erzählt, daß sie aus dem Morgenlande zu uns gekommen seien und daß sie sich später wieder hätten dahin zurückziehen müssen. Warum? Das weiß man nicht; aber wahr muß es sein, denn gesehen hat man sie schon seit vielen Jahren nicht mehr.

 

(Nach Meier von N.)

Der Esel von Neuffen

Der Hohen Neuffen

Stolz und uneinnehmbar steht sie da mit ihren mächtigen Mauern und Türmen, die mächtige Ritterburg Hohen Neuffen. Trotzig schaut sie ins Tal hinab.

Wieder war die Nacht hereingebrochen. Ein Lichtlein nach dem anderen erlöschte. Nur der Turmwächter spähte mit scharfen Augen in die Finsternis hinaus. War das nicht ein pferdegetrappel? Hörte er nicht Schritte die immer näher kamen? Und dazwischen ein Flüstern und Krachen im Walde, wie wenn man sich heimlich herschliche. Da blitzte eine Ritterrüstung im Fackelschein auf. Scharf klang der Hornruf durch die Nacht. Mit einem Schlag war die Burg wach. Die Mannen eilten mit Schild und Speer zu den Mauern. Eben trat der Ritter aus dem Haus. Er trug seine Eisenrüstung und auf dem Haupte den Helm. In der Küche prasselte schon das dürre Holz unter den gefüllten Kesseln. Öl war es Öl, das nicht schnell genug sieden konnte. Mit lautem Gebrüll “Holz, Holz her”.  Dann eilten die Mägde mit den dampfenden Eimern hin zur Mauer, kehrten zurück und füllten sie wieder. Und so immer fort, ohne Rast.

Da war der Feind schon da, Sechs Männer rannten mit Eisenstangen gegen die Mauer und wollten sie durchstoßen. Ein Eimer siedendes Öl übergoß sie, dass sie mit lautem Schmerzensschrei in die Tiefe sanken. Ihr Schleuderkasten warf die Brandfackel in den Burghof, daß der ganze Berg geschwind hell aufflammte. Ihr folgten Steine und Balken, alles umsonst. Denn von den Mauern droben wurde jeder Wurf mit einem Steinhagel erwidert. Der heiße Kalk verfehlte kein Ziel. So war es auch in der nächsten Nacht und an den kommenden Tagen. Laßt uns abziehen! sagten die  Feinde verdrießlich, wir können nichts ausrichten gegen die Burg. Nein, laßt uns warten, bis der Hunger sie zur Übergabe zwingt!

Woche um Woche verging. Schon seit 6 Monaten lag der Feind um die Burg her. Hier war die Not aufs höchste gestiegen. Ein Stücklein Brot war alles an einem Tag. Kein Wunder daß die Kämpfer kaum mehr die schweren Steine heben konnten und das Schild fast ihrer Hand entsank. Dennoch ergaben sie sich nicht. Jetzt war nur noch ein Scheffel Korn und ein Esel da. Schon wollten sie das Grautier schlachten. Da fing ein alter Knecht den Stoß ab und sagte: “Lasst es sein, Kameraden! Wir wollen den Esel erst schlachten, wenn wir ihm Korn gefüttert haben”. Der Kerl ist wohl verrückt, schrie sein Nachbar. Wir brauchen Brot und Fleisch. Freilich, und ich meine, wenn wir den Esel nachher Schlachten, kommen wir schneller dazu. Dann werfen wir den vollen Magen dem Fein hinunter. Gesagt, getan. Am nächsten Morgen rollte der körnergefüllte Eselsmagen den Berg hinunter bis zum Lager der Feinde. Ein Ritter hemmte mit dem Fuße seinen Lauf und schaute die besonderbare Kugel genauer an. Seine Kameraden wollten auch sehen, was der seltsame Fund bedeutete. Das Entsetzen war groß, als sie merkten, daß die Belagerten dem Esel Korn gefüttert hatten. Da können wir noch lange warten, bis sie ausgehungert sind, sagte der feind und zog ab. Burg war gerettet und uneinnehmbar. Der Ritter vom Hohen Neuffen ließ aus Freude über die Rettung einen Eselsfuß in sein Wappen machen.

Und wer die Neuffener ärgern will, heißt sie heute noch “Esel” oder “Eselsfresser”.

 

Quelle: “Unter Teck und Neuffen – Heimatbuch für den Kreis Nürtingen” – Band 1                                                       Herausgeber: Carl Mayer (Kirchheim unter Teck, 1949).

Der Hexensprung über das Lenninger Tal

Ein Bote sollte innerhalb von acht Tagen nach Prag reiten und wieder zurück, so befahl es der Graf zu Wirtemberg (heute Württemberg), der auf seiner Burg Hohenurach saß. Kein Reiter konnte dies schaffen, da meldete sich ein altes Weiblein. Sie stellte eine Zaubersalbe her, strich damit ein Kalb ein und setzte ihren Mann darauf, dem sie einschärfte, ja kein Wort zu sagen. Als der Mann mit dem Kalb auf dem Rückweg zum Lenninge Tal kamen,  machte das Kalb einen gewaltigen Sprung über das Tal. Der Mann konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen  und das Unvermeidliche geschah. Die unheimliche Witwe lebte dagegen in Weilheim/Teck und führte für die Nachbarn ein äußerst suspektes Leben. Die Totengräber öffneten den Sargdeckel und bereuten es sehr, denn fortan hat es ihnen die Sprache verschlagen.

Die Teck-Bahn

Von Wendlingen/Neckar über Kirchheim/Teck nach Oberlenningen  und Weilheim/Teck

 

Die Teckbahn ist eine normalspurige Nebenbahn in Baden-Württemberg. Sie führt vom Bahnhof Unterbohingen (seit 1.04.1940 in Wendlingen Neckar umbenannt) über Kirchheim unter Teck nach Oberlenningen. Wendlingen befindet sich auf der Hauptstrecke Stuttgart-Tübingen und ist Bestandteil der Nackar-Alb-Bahn (Stuttgart-Tübingen). Haupt-und Angelpunkte der Teckbahn sind Kirchheim unter Teck und Wendlingen am Neckar.

 

 

Wendlingen-Kirchheim – die erste Privatbahn Württembergs

Beim Bahnbau der Obere Neckarbahn (Heute Neckar-Alb-Bahn) wurde die Teckbahn nicht berücksichtigt. So bildete sich ein Ausschuß, der von der Amtskorporation und den städtischen Kollegien unterstützt wurde. Bei der Konzessionserteilung an die Regierungam  am 13. August 1860, wurde dem Ausschuß mittgeteilt, dass man mit einer Seitenstrecke der Staatsbahn nicht rechnen können. Am 7. Oktober 1860 wurde eine Aktiengesellschaft gegründet  um die Konzession zum Bau und Betrieb einer Privatbahn nachsuchte. Laut dem Gesetzt vom 18. April 1843 brauchte es für private Bauunternehmungen  ausdrücklich die Zustimmung der Regierung. Die Kammer der Abgeordneten beriet in ihrer Sitzung vom 23. September 1861 über das Gesuch und beschloß, der Regierung eine wohlwollende Prüfung vorzuschlagen. Somit kam es zur Konzession am 12. August 1863. Somit entstand  die Kirchheimer Eisenbahn-Gesellschaft und der Betrieb der Strecke konnte am 21. September 1864 als Lokalbahn in Betrieb genommen werden. Heute beträgt die Höchstgeschwindigkeit gigantische 100km/h.

wo damals die Gleisen waren, ist heute die Stuttgarterstrasse, Bildmitte: Bahnhof Hauptgebäude heute das Teckcenter, Bild: Teckbote, (ca. 1925)

 

Kirchheim-Oberlenningen – dank Karl Wilhelm Scheufelen

Die Teckbahn wurde in den späteren Jahren bis nach Oberlenningen verlängert.  Um diese Strecke zu bauen, mußte der Kirchheimer Bahnhof um 90° gedreht werden. Er stand damals quer zu den Schienen und war damals der Endpunkt der Teckbahn. Der  Kirchheimer Bahnhof  befand sich damals an der heutigen Kreuzung Stuttgarterstrasse/Paradiesstrasse/Kolbstrasse/Max-Eyt-Strasse. Heute ist dort das Teckcenter und nebenan die Stadthalle.

Am 1.Jannuar 1899 wurde die Teckbahn von den Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen übernommen und  am 1. Oktober 1899 konnte der erste Zug von Kirchheim/Teck  über Dettingen/Teck, Brucken, Owen/Teck, Unterlenningen nach Oberlenningen fahren, dank Karl Wilhelm Scheufelen. Damals betrug die Höchstgeschwindigkeit 50km/h. Heute ist sie um einiges schneller, sagenhafte 60km/h. Bei dieser extrem hohen Geschwindigkeit kann man sich die Landschaft in Ruhe anschauen, z.B. die Burg Teck. Die ist von Dettingen/Teck bis nach Brucken am besten zu sehen.

Karl Wilhelm Scheufelen Gründer der Papierfabrik Schefelen, zog sich aus dem Unternehmen zurück nachdem die Söhne die Leitung übernommen hatten. Jetzt konnte er sich anderen Projekte widmen wie das Bahnprojekt Kirchheim-Oberlenningen. Er hatte mit Widerstand zu kämpfen auch aus der eigenen Familie. Wilhelm Beurlen ein Landtagsabgeordnete und ein Verwandter seiner Frau, stand dem Projekt sogar ablehnend gegenüber. Aber sein Engagement hat sich gelohnt und für die weitere steile Aufwärtsentwicklung der Firma Scheufelen war diese Strecke von größter Wichtigkeit. Durch die Werksanbindung an das Schienennetz konnte, Scheufelen noch mehr Papier und schneller verteilen. Für eine Nebenbahn ist der Güterbahnhof in Oberlenningen relativ groß. Dort ist eine eigene Diesel-Werkslok stationiert, um neue Züge zusammen zu stellen und die Waggons zu rangieren.

 

Kirchheim-Weilheim

Am 14.September 1908 wurde die 7,74 Kilometer lange Zweigstrecke von Kirchheim unter Teck über Jesingen und Holzmaden nach Weilheim an der Teck eröffnet.

 

Heute

Im Jahr 1975 wurde im Bereich Kircheim die Strecke weiträumig verschwenkt, der innenstadtnahe Bahnhof aufgegeben und weiter südlich an den Stadtrand (Schöllkopfstrasse)verlegt. Auf dem Gelände des alten Bahnhofs entstand das Einkaufszentrum Teck-Center, die aufgegebene Strecke wurde u.a. durch die Stuttgarter Straße überbaut. Der letzte Personenzug nach Weilheim  fuhr  am 25. September 1982. Im Jahr 1986 wurde die Strecke Holzmaden – Weilheim für den Güterverkehr stillgelegt.
Der Abschnitt Kirchheim unter Teck – Holzmaden wurde noch bis zum 4.Mai 1995 im Güterverkehr bedient und dann vom EBA stillgelegt.
Der Strecke Kirchheim unter Teck /Süd – Holzmaden sind die Gleisanlagen noch vorhanden, aber nicht befahrbar. Ab dem Streckenkilometer 5,5 (hinter dem Bahnhof Holzmaden) ist die Strecke abgebaut und teilweise zu einem Fuß- bzw. Radweg umgebaut worden. Das alte Bahnhofsgebäude in Weilheim gibt es heute noch und wird von der Diakonie genutzt.

Kirchheim/Teck und Wendlingen hat eine S-Bahnanbindung (S1 Herrenberg-Flughafen- Stuttgart-Esslingen-Plochingen-Wendlingen-Kirchheim/Teck) und fährt im 30 Minuten – Takt. Die Verbindung Kirchheim-Oberlenningen fährt im 60 Minuten – Takt.

Wendlingen ist auch ein Bestandteil des umstrittenen Bahnprojekts S21, für die Schnelltrasse Stuttgart-Ulm (Albvorlandtunnel zwischen Wendlingen und Kirchheim).

 

Streckenabschnitt Kirchheim-Oberlenningen

Bilder:  Silesia711 (Eigenes Werk) CC BY-SA 4.0

 

 

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