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Lenningen

Lenningen ist mit seiner gesamten Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und der Lenninger Talschluß ist seit April 2017 ein Geopoint. Lenningen ist von Stuttgart aus der am schnellsten erreichbare Teil im Biosphärengebiet. Das Gebiet hat kleine aber feine Spezialitäten die zu verkosten es sich durchaus lohnt.

Die Teck-Bahn

Von Wendlingen/Neckar über Kirchheim/Teck nach Oberlenningen  und Weilheim/Teck

 

Die Teckbahn ist eine normalspurige Nebenbahn in Baden-Württemberg. Sie führt vom Bahnhof Unterbohingen (seit 1.04.1940 in Wendlingen Neckar umbenannt) über Kirchheim unter Teck nach Oberlenningen. Wendlingen befindet sich auf der Hauptstrecke Stuttgart-Tübingen und ist Bestandteil der Nackar-Alb-Bahn (Stuttgart-Tübingen). Haupt-und Angelpunkte der Teckbahn sind Kirchheim unter Teck und Wendlingen am Neckar.

 

 

Wendlingen-Kirchheim – die erste Privatbahn Württembergs

Beim Bahnbau der Obere Neckarbahn (Heute Neckar-Alb-Bahn) wurde die Teckbahn nicht berücksichtigt. So bildete sich ein Ausschuß, der von der Amtskorporation und den städtischen Kollegien unterstützt wurde. Bei der Konzessionserteilung an die Regierungam  am 13. August 1860, wurde dem Ausschuß mittgeteilt, dass man mit einer Seitenstrecke der Staatsbahn nicht rechnen können. Am 7. Oktober 1860 wurde eine Aktiengesellschaft gegründet  um die Konzession zum Bau und Betrieb einer Privatbahn nachsuchte. Laut dem Gesetzt vom 18. April 1843 brauchte es für private Bauunternehmungen  ausdrücklich die Zustimmung der Regierung. Die Kammer der Abgeordneten beriet in ihrer Sitzung vom 23. September 1861 über das Gesuch und beschloß, der Regierung eine wohlwollende Prüfung vorzuschlagen. Somit kam es zur Konzession am 12. August 1863. Somit entstand  die Kirchheimer Eisenbahn-Gesellschaft und der Betrieb der Strecke konnte am 21. September 1864 als Lokalbahn in Betrieb genommen werden. Heute beträgt die Höchstgeschwindigkeit gigantische 100km/h.

wo damals die Gleisen waren, ist heute die Stuttgarterstrasse, Bildmitte: Bahnhof Hauptgebäude heute das Teckcenter, Bild: Teckbote, (ca. 1925)

 

Kirchheim-Oberlenningen – dank Karl Wilhelm Scheufelen

Die Teckbahn wurde in den späteren Jahren bis nach Oberlenningen verlängert.  Um diese Strecke zu bauen, mußte der Kirchheimer Bahnhof um 90° gedreht werden. Er stand damals quer zu den Schienen und war damals der Endpunkt der Teckbahn. Der  Kirchheimer Bahnhof  befand sich damals an der heutigen Kreuzung Stuttgarterstrasse/Paradiesstrasse/Kolbstrasse/Max-Eyt-Strasse. Heute ist dort das Teckcenter und nebenan die Stadthalle.

Am 1.Jannuar 1899 wurde die Teckbahn von den Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen übernommen und  am 1. Oktober 1899 konnte der erste Zug von Kirchheim/Teck  über Dettingen/Teck, Brucken, Owen/Teck, Unterlenningen nach Oberlenningen fahren, dank Karl Wilhelm Scheufelen. Damals betrug die Höchstgeschwindigkeit 50km/h. Heute ist sie um einiges schneller, sagenhafte 60km/h. Bei dieser extrem hohen Geschwindigkeit kann man sich die Landschaft in Ruhe anschauen, z.B. die Burg Teck. Die ist von Dettingen/Teck bis nach Brucken am besten zu sehen.

Karl Wilhelm Scheufelen Gründer der Papierfabrik Schefelen, zog sich aus dem Unternehmen zurück nachdem die Söhne die Leitung übernommen hatten. Jetzt konnte er sich anderen Projekte widmen wie das Bahnprojekt Kirchheim-Oberlenningen. Er hatte mit Widerstand zu kämpfen auch aus der eigenen Familie. Wilhelm Beurlen ein Landtagsabgeordnete und ein Verwandter seiner Frau, stand dem Projekt sogar ablehnend gegenüber. Aber sein Engagement hat sich gelohnt und für die weitere steile Aufwärtsentwicklung der Firma Scheufelen war diese Strecke von größter Wichtigkeit. Durch die Werksanbindung an das Schienennetz konnte, Scheufelen noch mehr Papier und schneller verteilen. Für eine Nebenbahn ist der Güterbahnhof in Oberlenningen relativ groß. Dort ist eine eigene Diesel-Werkslok stationiert, um neue Züge zusammen zu stellen und die Waggons zu rangieren.

 

Kirchheim-Weilheim

Am 14.September 1908 wurde die 7,74 Kilometer lange Zweigstrecke von Kirchheim unter Teck über Jesingen und Holzmaden nach Weilheim an der Teck eröffnet.

 

Heute

Im Jahr 1975 wurde im Bereich Kircheim die Strecke weiträumig verschwenkt, der innenstadtnahe Bahnhof aufgegeben und weiter südlich an den Stadtrand (Schöllkopfstrasse)verlegt. Auf dem Gelände des alten Bahnhofs entstand das Einkaufszentrum Teck-Center, die aufgegebene Strecke wurde u.a. durch die Stuttgarter Straße überbaut. Der letzte Personenzug nach Weilheim  fuhr  am 25. September 1982. Im Jahr 1986 wurde die Strecke Holzmaden – Weilheim für den Güterverkehr stillgelegt.
Der Abschnitt Kirchheim unter Teck – Holzmaden wurde noch bis zum 4.Mai 1995 im Güterverkehr bedient und dann vom EBA stillgelegt.
Der Strecke Kirchheim unter Teck /Süd – Holzmaden sind die Gleisanlagen noch vorhanden, aber nicht befahrbar. Ab dem Streckenkilometer 5,5 (hinter dem Bahnhof Holzmaden) ist die Strecke abgebaut und teilweise zu einem Fuß- bzw. Radweg umgebaut worden. Das alte Bahnhofsgebäude in Weilheim gibt es heute noch und wird von der Diakonie genutzt.

Kirchheim/Teck und Wendlingen hat eine S-Bahnanbindung (S1 Herrenberg-Flughafen- Stuttgart-Esslingen-Plochingen-Wendlingen-Kirchheim/Teck) und fährt im 30 Minuten – Takt. Die Verbindung Kirchheim-Oberlenningen fährt im 60 Minuten – Takt.

Wendlingen ist auch ein Bestandteil des umstrittenen Bahnprojekts S21, für die Schnelltrasse Stuttgart-Ulm (Albvorlandtunnel zwischen Wendlingen und Kirchheim).

 

Streckenabschnitt Kirchheim-Oberlenningen

Bilder:  Silesia711 (Eigenes Werk) CC BY-SA 4.0

 

 

Donntal – Lange Steige

 Donntal-Lange Steige ist ein geschütztes Bannwald Schutzgebiet, eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Das Gebiet erstreckt sich von Lenningen (Landkreis Esslingen) bis Römerstein (Landkreis Reutlingen) und befindet sich in der Traufzone der Mittleren Alb. Die Kernzone Donntal-Lange Steige umfasst die oberen Bereiche der Lange Steige, des Edelmannsbergs, des Pfingstbergs, des Donntals und des Geißweilers. Im Kernzonengebiet besteht ein sogenannter Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 2008 wurde der Forstbetrieb eingestellt.  Es gibt sechs ausgewiesene bzw. vorgeschriebene Wanderwege (s. Karte).

 

grössere Bildansicht: Bild anklicken

 

 

Ausflugsmöglichkeiten in der und um die Kernzone Donntal-Lange Steige

 

Weitere Schutzgebiete

Die Kernzone Donntal-Lange Steige des Biosphärengebiets Schwäbische Alb befindet sich mit vollem Umfang im FFH-Gebiet “Alb zwischen Jusi und Teck”, im Vogelschutzgebiets Mittlere Schwäbische Alb und ein Teil im Naturschutzgebiet “Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern”.   

 

 

Steckbrief des Bannwaldes Donntal – Lange Steige

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Kennziffer08-905
BezeichnungDonntal – Lange Steige
BundeslandBaden-Württemberg [BW]
NWR begründet durchVerordnung
Jahr der Ausweisung als NWR2008
Jahr der Einstellung
der forstlichen Nutzung
siehe Jahr der Ausweisung als NWR
Aktuelle Fläche216,3 [ha]
EigentumsformStaatswald
Vergleichsfläche vorhanden?kein Eintrag
Naturschutzstatus
  • Biosphärenreservat [Flächenanteil: 91-100 %]
  • FFH-Gebiet [Flächenanteil: 91-100 %]
Wuchsgebiet: Schwäbische Alb
Wuchsbezirk: Traufzone der Mittleren Alb – [B.76.3]
Naturräumliche Großlandschaft: Schwäbische Alb – [D60]

 

 

LUBW Baden-Württemberg

Art des SchutzgebietesBannwald
Schutzgebiets-Nr.100118
NameDonntal – Lange Steige
Kreis / Flächenanteil(e) in haEsslingen / 174,4
Reutlingen / 41,9
GemeindenLenningen
Römerstein
Fläche (ha)216,3
Rechtswert3.538.163
Hochwert5.375.758
NaturraumMittlere Kuppenalb

Die Hopfenburg Unterlenningen

Die Hopfenburg mit einem Wohnhaus und Brunnen in Unterlenningen wurde ca. 1860 von dem Notar Erhard unterhalb vom Bühl gebaut. Er hat versucht Hopfen und Pfefferminze anzubauen und hatte damit kein Erfolg. Erhard verkaufte sein Anwesen an das weit über Württemberg hinaus bekannte pomologische Institut Lukas in Reutlingen. Das Institut legte Baumschulen an und bildete Obstfachleute aus. Die Schüler kamen aus ganz Europa und wollten dort den Obstbau  erlernen. Der erst Weltkrieg war zu Ende und die Lage des deutschen Obstbaus war nicht rosig. Das Institut verkaufe ihre Ländereien an den Stuttgarter Geschäftsmann Herz. Er versuchte sein Glück mit einer Rennpferdezucht, dies lohnte sich offenbar nicht. 1923 erwarb die Gemeinde Unterlenningen (damals eigenständige Gemeinde) die Hopfenburg mit den Grundstücken. Danach hat die Gemeinde an ihre Bürger die Grundstücke verkauft und verpachtet bis auf das Wohnhaus, das blieb im Eigentum der Gemeinde. Bis 1953 war das Wohnhaus bewohnt und wurde im selben Jahr abgerissen. Die Hopfenburg hatte keinen Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung. Die einzige Wasserversorgung für Mensch und Tier war der Brunnen. Die Zeit nagte am Brunnen und zerfiel langsam aber sicher. Der bereits 1928 gegründete Obst-und Gartenbauverein Unterlenningen. Im Mai 1980 beschloss der Verein den Brunnen zu retten. Die Vereinsmitglieder renovierten den Brunnen und pflegen ihn heute noch. Die Renovierungskosten übernahm damals die 1975 neu formierte Gemeinde Lenningen.

Heute befindet sich rund um die Hopfenburg ein Obst- und Waldlehrpfad mit alten und selten gewordenen Obstsorten an einer historischen Stelle.

Der Weg beginnt in Unterlenningen auf der bestehenden Zufahrtsstraße in Richtung Sportgelände Bühl. Nach dem Ortsende informiert eine Tafel über die Anlage des Obst- und Waldlehrpfades. Entlang des Pfades befinden sich Ruhebänke die zum Verweilen einladen. Der Rundkurs ist ca. 3 km lang und die einzelnen Baumarten sind mit Tafeln beschrieben.

 

Das Romantische Donntal

Im Lenninger Tal wird der Besucher von traumhafte Tälern, naturbelassene Höhlen, majestetische Ruinen, einer kaiserlichen Burg und von schöne Aussichtsfelsen begleitet. Besonders vorzuheben ist das Donntal, eine Perle des Lenninger Tals. Das Tal ist Bestandteil der Kernzone Donntal-Lange Steige des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Die Kernzone Donntal-Lange Steige hat eine Größe von 105,6 Hektar. Das wilde Donntal ist ein Seitental des Naturschutzgebietes Oberes Lenninger Tal und seine Seitentäler. Der wirkliche Schatz des Donntals ist ein reichhaltiges Biotopmosaik aus Heiden, blumenbunten Wiesen und Weiden, seltene Tierarten sowie die eindrucksvollen Tuffterrassen des Donntalbachs. Man könnte meinen, dass dieses Fleckchen Erde noch unberührt ist. Bei regenarmen Tagen ist das Wasser des Donnbachs, das über die Tuffterrassen läuft glasklar.  Dieses idyllische Tal befindet rechts kurz vor Gutenberg, von Oberlenningen kommend. Im Tal befinden sich zwei Wege. Einer führt zur Ruine Speberseck und der andere zur Albhochfläche. Wer die Kernzone Donntal richtig kennen lernen will, sollte beide Wege nehmen.

Ich wünsche Euch viel Spaß im Donntal.

 

 

Parkplätze in Gutenberg

Wanderparkplatz Gutenberg gleich am Ortseingang, Wanderparkplatz Tiefental (Schillerstrasse)

 

 

 

 

 

Das Sibyllenloch

Bekannt wurde die Höhle durch die Sibyllensage, vermutlich auch daher der Name Sibyllenloch. (Nicht verwechseln mit dem Sibyllenloch im Kirnbachtal bei Ebersbach an der Fils).  Diese Höhle im Teckberg wurde in den Sagen zum Wohnort einer weisen Frau, der Sibylle. Es gibt mehrere Geschichten, die um sie kreisen. Eine davon betrifft unser aller Zukunft. Bei Köln breche eines Tages ein Krieg aus, wobei die Deutschen unterliegen würden, “denn auch der Türke wird hier gegen uns streiten. Da würden die Männer im Lande so selten, daß sieben Weiber um einen Krüppel, den sie alle gerne zum Ehemann haben möchten, sich schlagen werden.” Eine Ort gäbe es, wo man sicher wäre. Drei Stund um Teck rum sei das.  Auch von unterirdischen Verbindungen zwischen der Sibyllenhöhle und der Umgebung ist die Rede. Eine Ente sei mal unterirdisch bis Gutenberg gelaufen. Ein Gang existiere bis zur Stadtpfarrei von Owen. In der Nähe der Höhle hätten die Hexen getanzt, besonders in den Adventsnächten.

Entstanden ist die Höhle durch Kalklösungen und Auswaschungen im Juragestein. Bei Ausgrabungen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Knochenstücke von Bären, Höhlenlöwen, Mammut, Nashörnern und Wildpferden gefunden. Die Funde werden auf ein Alter zwischen 15.000 und 20.000 Jahren geschätzt.

Die Höhle befindet sich unterhalb des Aussichtsturmes der Burg Teck. Unmittelbar vor dem Burgtor zweigt rechts ein schmaler Zustiegspfad zum Höhleneingang ab. An der Höhle vorbei führt der Pfad weiter und bildet die zweite weitaus steilere Auf-/Abstiegsvariante der Burg Teck. Für diesen Weg und einen Blick in die Sibyllenhöhle ist gutes Schuhwerk empfehlenswert.

Zugang zum Sibyllenloch

 

Durch die finazielle Unterstützung der Brauerei Dinkelacker- Schwaben Bräu sowie regelmäßige Pflege der Ehrenamtlichen ist der Zugang gut begehbar.

Sibyllen-Gegenhöhle

Sie liegt direkt am Weg zur Burg Teck, man kann sie nicht verfehlen. Leider ist der Eingang der Gegenhöhle vergittert. Der Höhlengang führt am Ende nach oben und soll in den Burghof münden. Das Ende der Sibyllenhöhle. Die beiden Höhlenteile wurden jedoch durch Versturz voneinander getrennt. Die Gegenhöhle wurde früher als Keller benutzt und 1937 bei Wegearbeiten durch den Kirchheimer Verschönerungsverein, damalige Besitzer der Burg Teck wiederentdeckt. Laut Heimatforscher Otto Lau der die Höhle 1937 teilweise ausgeräumt hat, stellte sich heraus dass sie sich hervorragend dazu eignet die geplanten Wasserleitungen die vom Melkersteich auf der Bissinger Seite auf die Burg heraufführen sollte zu benutzen. In verschiedenen Schriften geht hervor, dass die Gegenhöhle 1977 genauer erforscht wurde. Es wurde aber nicht erwähnt was die Suche ergab.

Die Burg Teck und das Sibyllenloch ist seit 1941 im Besitz des Schwäbischen Albvereins.

 

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