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Sehenswertes

Das Romantische Donntal

Im Lenninger Tal wird der Besucher von traumhafte Tälern, naturbelassene Höhlen, majestetische Ruinen, einer kaiserlichen Burg und von schöne Aussichtsfelsen begleitet. Besonders vorzuheben ist das Donntal, eine Perle des Lenninger Tals. Das Tal ist Bestandteil der Kernzone Donntal-Lange Steige des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Die Kernzone Donntal-Lange Steige hat eine Größe von 105,6 Hektar. Das wilde Donntal ist ein Seitental des Naturschutzgebietes Oberes Lenninger Tal und seine Seitentäler. Der wirkliche Schatz des Donntals ist ein reichhaltiges Biotopmosaik aus Heiden, blumenbunten Wiesen und Weiden, seltene Tierarten sowie die eindrucksvollen Tuffterrassen des Donntalbachs. Man könnte meinen, dass dieses Fleckchen Erde noch unberührt ist. Bei regenarmen Tagen ist das Wasser des Donnbachs, das über die Tuffterrassen läuft glasklar.  Dieses idyllische Tal befindet rechts kurz vor Gutenberg, von Oberlenningen kommend. Im Tal befinden sich zwei Wege. Einer führt zur Ruine Speberseck und der andere zur Albhochfläche. Wer die Kernzone Donntal richtig kennen lernen will, sollte beide Wege nehmen.

Ich wünsche Euch viel Spaß im Donntal.

 

 

Parkplätze in Gutenberg

Wanderparkplatz Gutenberg gleich am Ortseingang, Wanderparkplatz Tiefental (Schillerstrasse)

 

 

 

 

 

Das Sibyllenloch

Bekannt wurde die Höhle durch die Sibyllensage, vermutlich auch daher der Name Sibyllenloch. (Nicht verwechseln mit dem Sibyllenloch im Kirnbachtal bei Ebersbach an der Fils).  Diese Höhle im Teckberg wurde in den Sagen zum Wohnort einer weisen Frau, der Sibylle. Es gibt mehrere Geschichten, die um sie kreisen. Eine davon betrifft unser aller Zukunft. Bei Köln breche eines Tages ein Krieg aus, wobei die Deutschen unterliegen würden, “denn auch der Türke wird hier gegen uns streiten. Da würden die Männer im Lande so selten, daß sieben Weiber um einen Krüppel, den sie alle gerne zum Ehemann haben möchten, sich schlagen werden.” Eine Ort gäbe es, wo man sicher wäre. Drei Stund um Teck rum sei das.  Auch von unterirdischen Verbindungen zwischen der Sibyllenhöhle und der Umgebung ist die Rede. Eine Ente sei mal unterirdisch bis Gutenberg gelaufen. Ein Gang existiere bis zur Stadtpfarrei von Owen. In der Nähe der Höhle hätten die Hexen getanzt, besonders in den Adventsnächten.

Entstanden ist die Höhle durch Kalklösungen und Auswaschungen im Juragestein. Bei Ausgrabungen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Knochenstücke von Bären, Höhlenlöwen, Mammut, Nashörnern und Wildpferden gefunden. Die Funde werden auf ein Alter zwischen 15.000 und 20.000 Jahren geschätzt.

Die Höhle befindet sich unterhalb des Aussichtsturmes der Burg Teck. Unmittelbar vor dem Burgtor zweigt rechts ein schmaler Zustiegspfad zum Höhleneingang ab. An der Höhle vorbei führt der Pfad weiter und bildet die zweite weitaus steilere Auf-/Abstiegsvariante der Burg Teck. Für diesen Weg und einen Blick in die Sibyllenhöhle ist gutes Schuhwerk empfehlenswert.

Zugang zum Sibyllenloch

 

Durch die finazielle Unterstützung der Brauerei Dinkelacker- Schwaben Bräu sowie regelmäßige Pflege der Ehrenamtlichen ist der Zugang gut begehbar.

Sibyllen-Gegenhöhle

Sie liegt direkt am Weg zur Burg Teck, man kann sie nicht verfehlen. Leider ist der Eingang der Gegenhöhle vergittert. Der Höhlengang führt am Ende nach oben und soll in den Burghof münden. Das Ende der Sibyllenhöhle. Die beiden Höhlenteile wurden jedoch durch Versturz voneinander getrennt. Die Gegenhöhle wurde früher als Keller benutzt und 1937 bei Wegearbeiten durch den Kirchheimer Verschönerungsverein, damalige Besitzer der Burg Teck wiederentdeckt. Laut Heimatforscher Otto Lau der die Höhle 1937 teilweise ausgeräumt hat, stellte sich heraus dass sie sich hervorragend dazu eignet die geplanten Wasserleitungen die vom Melkersteich auf der Bissinger Seite auf die Burg heraufführen sollte zu benutzen. In verschiedenen Schriften geht hervor, dass die Gegenhöhle 1977 genauer erforscht wurde. Es wurde aber nicht erwähnt was die Suche ergab.

Die Burg Teck und das Sibyllenloch ist seit 1941 im Besitz des Schwäbischen Albvereins.

 

Kloster Heiligenberg

Franziskanerkloster zu Unserer lieben Frau

 

Das Bruderhaus wurde erst 1456 urkundlich nachgewiesen und bekam 1485 eine Kapelle. Graf Ulrich V. von Württemberg ließ es 1477 im Zuge seiner Klosterreformpolitik mit  Franziskanern des Dritten Ordens besetzen. Das Ende des Bruderhauses kam mit der Reformation im Jahre 1534. Durch die neugegründete Pfarrei Gutenberg im Jahre 1540, hatte das Kloster keine Bedeutung mehr und wurde abgetragen. Seit dem wurde die Anlage als Steinbruch genutzt. Im 30 jährigen Krieg 1635  bei einer Pestepidemie diente der Platz als Begräbnisstätte. Das Kloster war schon längst eine Ruine und wurde Jahre später mit einer Mure verschüttet.

Erst im 19. Jahrhundert wurde den Gutenbergern bewusst, dass hier mal ein Kloster als 1872 ein Siegelstock gefunden wurde. 1898 gelang es mit Hilfe des Schwäbischen Albvereins und des Landeskonservatoriums, die Ruinen wieder freizulegen. Heute kann man nur noch einige Mauerreste sehen.

 

Lageplan, angefertigt wahrscheinlich von dem damaligen Gutenberger Pfarrer Karl Gußmann

 

 

 

Bilder ehemaliges Kloster

Die Sage vom Goldloch

Ein alter Schäfer, der auf der Uracher Alb seine Herde hütete, entdeckte eines Tages eine schmale Öffnung im Fels. Neugierig zwängte er sich hindurch und gelangte bald in eine große unterirdische Halle. Hier war es ganz finster und still, nur in weiter Ferne hörte er Wasser rauschen. Er nahm sich vor, am nächsten Tag die Höhle gründlicher zu erforschen, und kehrte zu seinen Schafen zurück.
Mit einem Licht untersuchte er am anderen Morgen die Höhlenwände und entdeckte auch wirklich einen Spalt, durch den er den Weg in eine weitere, größere Halle fand. Ihren Boden bedeckte ein klarer See, in dessen Wasser sich riesengroße Vögel spiegelten. Sie saßen reglos ringsum an den Wänden. Ihre funkelnden Augen starrten ihn an, und ihm schien, als wollten ihre spitzen Schnäbel gleich auf ihn loshacken. Vor Schreck entglitt ihm die Laterne, und das Licht erlosch.
Als sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah er einen fernen Lichtschimmer, der ihm den Weg zum Höhleneingang wies. Vor Angst zitternd, kroch er darauf zu, und als er endlich wieder ans Tageslicht kam, nahm er sich vor, nie mehr die Höhle zu betreten.
Lange erzählte er niemand von diesem Erlebnis. Aber als er einmal mit dem Mahlknecht von Seeburg zechte und der Wein ihm zu Kopfe stieg, entschlüpfte ihm sein Geheimnis. Aufmerksam hörte der Knecht zu und nahm sich vor, der Sache nachzugehen. Anderntags schon kroch er in den Berg hinein, fand auch bald die Halle mit dem See, und weil er ein mutiger Bursche war, kümmerten ihn die schrecklichen Vögel nicht, die überall reglos an den Wänden hockten.
Er suchte weiter und fand wirklich einen schmalen Gang, der abwärts führte. Eine Stunde mochte er unterwegs gewesen sein, und er wollte schon wieder umkehren, da fingen die Wände vor ihm an zu leuchten und zu glänzen, Sie waren aus reinem Gold, und golden schimmerten auch die Zapfen an der Decke der Höhle. Lange stand der Knecht da und staunte. Aber die Kerze in seiner Laterne brannte immer weiter herunter, und er musste zurück. Zuvor jedoch brach er einen Goldzapfen ab und steckte ihn in die Tasche. Als er sich auf den Weg machte, hörte er plötzlich ein vertrautes Geräusch: das Klappern der Mühle von Schlattstall, wo er auch schon gearbeitet hatte. Also musste die Höhle einen zweiten Ausgang haben! Er suchte und suchte, aber vergebens. Schnell begab er sich auf den vertrauten Weg und gelangte auch glücklich ins Freie, ehe das Kerzenstümpfchen in seiner Laterne ganz erlosch.
Nun besah er sich den Zapfen, den er mitgenommen hatte. Kein Zweifel, es war reines Gold! Er brachte ihn zu einem Goldschmied und bekam dafür so viel Geld, dass er sich in der Fremde selbst eine Mühle kaufen konnte.
Ehe er wegzog, vertraute er sein Geheimnis einem anderen Mahlknecht an. Der gedachte auch sein Glück zu machen. Als er jedoch die fürchterlichen Vögel erblickte, erschrak er so sehr, dass er ohnmächtig zu Boden stürzte. Er kam wohl wieder nach Hause, doch von da an war er müde und krank, und bald darauf starb er. Sein Geheimnis aber nahm er mit ins Grab.
Viele Leute glaubten der Sage. 1824/25 erweiterten Goldgräber die Öffnung der vorderen Lauterquelle bei Schlattstall, um in den Berg dringen und den Schatz finden zu können. Doch sosehr sie sich auch mühten, ihre Arbeit blieb ohne Erfolg.

Sybille von der Teck

Die Sage von der Sybille

Tief unten im Sibyllenloch am Fuß des Teckfelsens hauste Sybille. Sie war eine schöne und weise Frau, die den Menschen im Tal viel Gutes tat. Keiner, der in Not war stieg vergeblich den steilen Weg zu ihrem unterirdischen Schloss hinauf.

Drei Söhne hatte die Sibylle, Unhold, Raufbold und Saufbold. Die waren bösartige Jungs die einen schlechten Ruf hatten. Lange hielten sie es bei ihrer Mutter nicht aus und bauten ihre eigene Burgen. Der erste auf dem Rauber, der zweite auf dem Wielandstein und der dritte die Diepoldsburg. Von diesen drei Burgen aus, gingen Unhold, Raufbold und Saufbold auf Raubzüge und versetzten die Bauern und Kaufleute in Angst und Schrecken.

Aus Owen/Teck erzählt man, einer die Teck baute, der andere, den Wielandstein und der letzte den Rauber bzw. Dipoldsburg.

 

Aus Kummer über ihre mißratenen Söhne beschloss Sybille ihr unterirdisches Schloss und das Land zu verlassen. Auf einem goldenen Wagen, der von zwei riesigen Katzen gezogen wurde, fuhr sie eines Abends talabwärts durch die Lüfte und wurde nie wieder gesehen.

Jedes Jahr, wenn die Ackerfrüchte zu reifen beginnen, kann man den Weg verfolgen, den sie genommen hat. Die Spur ihres Wagens ist deutlich zu sehen. Die Wiesen sind dort grüner, das Korn trägt
größere Ähren und Äpfel, Birnen und Kirschen sind saftiger und süßer. Die Spur ihres Wagens nennt man heute noch die “Sybillenspur.”

 

Im Jahr 1982 wurde bei Grabungen des Landesdenkmalamtes entdeckt, dass es sich bei der “Sibyllenspur” um die Reste des römischen Limes handelt.
Die Wissenschaftler konnten feststellen, dass zwei parallele Gräben das Tal durchzogen. Im Lauf der Zeit wurden diese Gräben mit Kalksteinen und fruchtbarer Erde aufgefüllt, so dass dieser Streifen
heute noch ein besseres Wachstum ermöglicht als das umliegende Ackerland.


 

 

 

 

 

 

 

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