Wer Wie Was

Lenningen wo ist das?

und was macht Lenningen so besonders?

Die Gemeinde Lenningen liegt im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg und gehört zum Regierungsbezirk Stuttgart. Ein Teil von Lenningen liegt am Fuße der Schwäbischen Alb der andere Teil auf der Schwäbischen Alb in 397 bis 827 m ü. NN. Die Markungsfläche mit 4.200 ha reicht vom Ortsteil Brucken im Lenninger Tal bis auf die Schopflocher Alb zur Torfgrube, zur Diepoldsburg zum Engelhof und Ortsteil Schlattsstall.

Die Gemeinde Lenningen ist am 01. Januar 1975 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Unterlenningen mit Brucken, Oberlenningen mit Hochwang und Schlattstall, Gutenberg mit Weiler Krebsstein und Schopfloch mit Torfgrube. Sie hat mit ihren sieben Ortsteilen rund 8000 Einwohner. Die Gemeinde Lenningen bildet mit der Gemeinde Erkenbrechtsweiler und der Stadt Owen/Teck den Gemeindeverband Lenningen. Nach der Fläche ist Lenningen die drittgrößte Gemeinde im Landkreis Esslingen. Lenningen ist mit seiner gesamten Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

 

Ehemalige Gemeinden

  • Unterlenningen mit  Brucken, den abgegangenen Burgen Diepoldsburg und Sulzburg und das Gehöft Engelhof 
  • Oberlenningen mit Schlattstall und Hochwang und die abgegangene  Burg Wielandstein
  • Gutenberg mit Weiler Krebsstein, die abgegangenen Burgen Sperberseck, Hohengutenberg und Wülstein und ein abgegangenes Kloster “Auf dem Heiligenberg”
  • Schopfloch mit Torfgrube und das Happrechtshaus

Die vier Vorgängergemeinden der heutigen Gemeinde Lenningen bzw. die sieben Ortsteile haben jede ihre eigene Geschichte.

 

In Jahrmillionen von Jahren wurde eine Landschaft modelliert, die geologisch, landeskundlich, wissenschaftlich, ökologisch von großer Bedeutung ist und darüber hinaus noch durch die Vielfalt, Eigenart und Schönheit ihrer naturhaften Ausstattung besticht.

 

Landeskunde, Kultur

Nördlich von Gutenberg, das sogar früher kurzfristig Stadtrechte besaß, verlief die alte Römerstraße vom Kastell Donnstetten nach Köngen (Kastell Grinario).

In diesem Bereich sind auch noch geringe Reste des ehemaligen Klosters Heiligenberg erkennbar.

Die Burgruinen Hohengutenberg und Sperberseck sind noch sichtbar (mehr oder weniger), die Reste von Sperberseck wurden vor einigen Jahren wieder gesichert und teilweise rekonstruiert.

Ruine Rauber, Eingang

 

 

 

 

Ruine Wielandstein ist seit Januar 2015 gesperrt. Vom Felsen Wielandstein brach die Norsdeite ab und schlug eine 25 Meter breite Schneise in den Hang. Die Umgebung vom Wielandstein bleibt weiterhin gesperrt.

 

Geologie

Das Obere Lenninger Tal umfaßt die Weißjura-Horizonte Alpha bis Zeta. Der Talgrund wird aus lehmigen Kiesböden und Kalktuffen gebildet. Auf das Gebiet des Kirchheimer-Uracher Vulkanismus weisen mind. 10 Vulkanschlote hin, die teilweise gut erkennbar und aufgeschlossen sind.

 

 

 

Vulkanschlot Konradfels

Vulkanschlote                                                                                     

 

weiter Vulkanschlote am und im Lenninger Tal

  • Hörnle (Teckberg)
  • Bölle (Teckberg)
  • Hohenbol (Teckberg)
  • Bergsporn am Sattelbogen (Teckberg)

 

 

 

 

Bäche, Quellen

Im ganzen Lenninger Gebiet

wurden ca. 25 Quellen kartiert, von denen das Goldloch, die Lauterquelle der Schwarzen Lauter und die Höllsterquelle als Kartsquellen besonders hervorzuheben sind. Besonders an der Lauterquelle mit ihren vernäßten Bereichen sind schöne Kalktuffbildungen zu beachten. Einige Quellen entspringen am Rand von wasserundurchlässigem Basalttuff und weisen wieder auf den Vulkanismus hin. Der Donntalbach im Donntal kann noch als völlig naturnah angesehen werden, auch die anderen Bäche befinden sich noch in einem weitgehend intakten Zustand.

 

 

 

 

Felsen

Felsen mit ihrer speziellen Flora gelten noch als letzte Reste Naturlandschaft. Es befinden sich unzählige, teils sehr markante Felsgebilde, die zum größten Teil als Flächenhafte Naturdenkmale geschützt sind.

  • Konradfels

    Gelber Fels
  • Mittagsfels
  • Wielandstein
  • Gelber Fels
  • Rauberfels
  • Schroffelsen
  • Friedrichsfelsen
  • Brucker Fels
  • Lämmlesfelsen
  • Wasserfels

 

 

 

 

 

 

Höhlen

Die Schwäbische Alb ist schon lange bekannt als höhlenreichste Region Deutschlands. Eigentlich kann man auch sagen, das Höhlenmekka Deutschlands. Von den mehreren Tausend Höhlen in der Region Schwäbische Alb sind über rund 2500 bekannt. Alleine in der Gemarkung Lenningen gibt es  insgesamt 56 Höhlen kartiert und beschrieben. Die meisten Höhlen sind als Naturdenkmal geschützt.  Wegen der  Fledermausschutzzeit sind die Höhlen von Oktober bis April geschlossen bzw. durchgehend betreten strengstens verboten. Die Gutenberger Höhle und die Gußmann Höhle sind Schauhöhlen. Alle anderen sind naturbelassene Höhlen. Manche Höhlen sind aktive Wasserhöhlen, die sollte man bei Regenwetter nicht begehen. Bei durchgehend schlechtem Wetter bleiben die Höhlen geschlossen. Bei der Gemeinde Lenningen, Schwäbischer Albverein oder bei den GeoPark-Infostellen erhaltet ihr Informationen welche Höhlen begehbar sind und welche nicht. Bei manchen Höhlen ist eine Klettertechnik pflicht.

 

  • Gutenberger Höhle
  • Gußmann Höhle
  • Gustav-Jakob-Höhle

    Eingang der Gustav-Jakob-Höhle.
  • Goldloch
  • Veronikahöhle
  • Veronika-Beutlin-Loch
  • Roßgallschacht
  • Mondmilchhöhle
  • Wolfsschluchthöhle
  • Krebssteinhöhle
  • Rauberhöhle
  • Biwakhöhle
  • Lämmlesfelsenhöhle
  • Heimenberghöhle
  • Fuchsloch
  • Inschriftenhöhle
  • Schlattstaller Höhlenruine
  • uvm

Die Winterschutzzeit – oder auch Fledermausschutzzeit genannt – ist eine der besonders wichtigen Maßnahmen zur Artenerhaltung unserer Höhlenbewohner und Höhlengäste und ihres Lebensraumes. Sie ist notwendig, um Störungen der in Höhlen lebenden oder überwinternden Tiere zu vermeiden.

Mit dem am 1. März 2010 novellierten Bundesnaturschutzgesetz (siehe BNatSchG, § 39, Abs. 6) ist es gesetzlich verboten (mit Ausnahmen), in der Kernzeit vom 1. Oktober bis 31. März  Höhlen und andere unterirdischen Räume aufzusuchen, die als Winterquartier von Fledermäusen dienen. Eine örtliche Beschilderung weist auf diesen Sachverhalt hin oder ob eine darüber hinausgehende individuelle Regelung gilt.

 

Lenningen ist von Stuttgart aus der am schnellsten erreichbare Teil im Biosphärengebiet Schwäbische Alb und eine der Top-Regionen.

 

Blick Richtung Südosten: Die Gebäude in der linken Bildhälfte gehören zum Lenninger Ortsteil Unterlenningen, Bildmitte die Ruine Sulzburg, rechts im Bild im Hintergrund sieht man den Lenninger Ortsteil Oberlenningen mit dem Gebäudekomplex und eines der Wahrzeichen Lenningens der Schornstein der Papierfabrik Scheufelen

 

Blick Richtung Südsüdosten: Man blickt zum Lenninger Talschluss . Links über dem Schornstein der Papierfabrik Scheufelen sieht man die Wielandsteine (Felsen am Albtrauf).